UNSERE GESCHICHTE

Das Hotel Bristol Berlin, auf dem 3,5 km langen Kurfürstendamm, ist über 65 Jahren eines der Wahrzeichen von Berlin. Kaum ein anderer Name steht so stellvertretend für den lebhaften Wandel, Glanz und Entwicklung der deutschen Metropole. Dabei ist Kempinski Akteur und gleichzeitig Spiegelbild der faszinierenden und wechselhaften Geschichte Berlins - damals wie heute. 

66 JAHRE TRADITION

Berthold Kempinski wurde am 10. Oktober 1843 in Posen (damals eine preußische Provinz, heute Polen) geboren. Bereits seit 1862 war die Familie Kempinski erfolgreich im Weinhandel tätig. 1872 wurde die Firmentätigkeit auf Berlin ausgeweitet, wo Berthold unter demselben Namen ein Geschäft eröffnete. Die Berliner Weinhandlung von Berthold Kempinski erwies sich als zukunftsträchtig und wurde zum Stammhaus, das den Namen Kempinski weltbekannt machte. Bereits kurze Zeit später wurde das Unternehmen um ein Restaurant mit mehreren Sälen erweitert. Der ambitionierte Unternehmer verfolgte zielstrebig seine Expansionspläne und eröffnete 1889 ein Restaurant in der Leipziger Straße, welches als das größte ganz Berlins galt. Da Berthold und seine Frau Helena keinen männlichen Nachkommen hatten, nahmen sie ihren Schwiegersohn Richard Unger in den Betrieb auf. Dieser war in der Folge maßgeblich am Erfolg und der Entwicklung des Unternehmens beteiligt.

Richard Unger übernahm sehr bald die Geschäfte und so übergab Berthold die Firma seinem Schwiegersohn unter der Voraussetzung, den Namen Kempinski beizubehalten. Berthold Kempinski starb am 14 März 1914 und blieb von den bevorstehenden weltpolitischen Ereignissen verschont.

Bis zu Beginn des 1. Weltkrieges konnte Richard Unger neben der Tätigkeit in der Gastronomie ein gewaltiges Immobilienunternehmen aufbauen. Nach einer kurzen Stagnation während des Krieges verkaufte er sogar Produkte aus eigener Produktion, die unter dem Namen Kempinski firmierten. Das Geschäft florierte, sodass 1918 das Restaurant und Delikatessengeschäft "Kempinski" am Kurfürstendamm 27, Ecke Fasanenstraße entstand. 


Das legendäre Restaurant Kempinski am Kurfürstendamm 27, Ecke Fasanenstraße (1928)

Doch nach dem Erfolg kam die Ernüchterung. Um den Geschehnissen des 2. Weltkriegs zu entkommen, emigrierte Richard Unger gemeinsam mit seiner Familie nach Amerika. Das Unternehmen M. Kempinski & Co wurde von den Nationalsozialisten arisiert und Teil der Aschinger AG. Das Restaurant am Kurfürstendamm 27 wurde durch ein Feuer kurz vor Kriegsende zerstört, die übrigen Immobilien hielten der Bombardierung Berlins nicht Stand.

Trotzdem konnte der Name Kempinski überleben. Nach Kriegsende kam Richard Ungers Sohn und Bertholds Enkel, Dr. Friedrich Unger, nach Deutschland zurück und begann 1951 mit der Errichtung eines Hotels an dem Ort, an dem das zerstörte Restaurant am Kurfürstendamm 27 stand.

Hotel Bristol Berlin | History
Im Februar 1951 wurde der Grundstein für den Bau des Hotels gelegt.

Die Einweihung und der erfolgreiche Start des Hotelbetriebes standen unter einem guten Stern. Zwar waren die Nachwehen im noch geteilten Berlin nicht überstanden, aber die Berliner glaubten an die Zukunft ihrer Stadt und erahnten das bevorstehende Wirtschaftwunder. Die Schlagzeile einer Berliner Lokalzeitung anlässlich der Eröffnung des Kempinski Hotels 1952 traf wohl genau die Stimmung des Nachkriegs-Berlins:
„Kempinski heißt: Berlin kommt wieder."


Die Fassade des Hotels in den 1950er Jahren.

Die Menschen identifizierten sich mit der Marke Kempinski und das Hotel wurde zum Treffpunkt für Berliner und internationale High-Society. Zu den Gästen gehörten unter anderem Ava Gardner, John Wayne, Billy Wilder, Sir Alfred Hitchcock, Sophia Loren, Maria Callas, Gina Lollobrigida, Romy Schneider, Leonard Bernstein, Sir Peter Ustinov, Rudolf Nurejew, Roger Moore, Charles Aznavour, Liza Minelli, Sir Yehudi Menuhin, Mick Jagger, Back Street Boys, Hannes Jännicke, Heino Ferch, Katja Flint, Hannelore Elsner. Politiker wie Ludwig Erhard, Theodor Heuss, John F. Kennedy, Willy Brandt, Henry Kissinger, Helmut Schmidt, Michail Gorbatschow, Yitzhak Rabin und Ronald Reagan zog es oft in der damaligen „Frontstadt“ Berlin in das exklusive Haus.

History | Hotel Bristol Berlin
Hildegard Knef mit Tochter Tinta und David Cameron.

 Am Eingang des Hotels hängt seit 1994 eine Messingtafel, die an das Schicksal der Familie Kempinski erinnert, „deren berühmte Gaststätte einst 1937 arisiert und unter Zwang verkauft wurde, deren Mitglieder umgekommen oder geflohen sind.“

Immerhin war das Fünf-Sterne-Hotel das erste und einzige Luxushotel Berlins und Mittelpunkt des internationalen Publikums - und das unangefochten 20 Jahre lang. Die zahlreichen Innovationen des Hotels haben Maßstäbe und Trends in der Hotellerie gesetzt. Bereits wenige Jahre nach der Eröffnung wurde 1958 das Hotel um den 55 Meter langen Erweiterungsbau vergrößert, 1963 kam der Konferenz- und Festsaal hinzu, 1966 wurden die Räume erstmals klimatisiert und der 12-stöckige Tower erweiterte die Zimmerkapazitäten inkusive der Präsidentensuite. 1972 sorgte der Pool für 1,2 Millionen Mark neben Solarium, Sauna und Fitness-Raum für eine neue Berliner Sensation. Von 1978 bis 1981 wurde die Innenausstattung vom Keller bis zum Dach für rund 20 Millionen modernisiert: Logisbereich, Zimmer, Restaurant, Schlosssaal und acht miteinander verbundene Veranstaltungsräume, Weinkeller, Fassade mit Wärmedämmung und Ausbau der sechsten Etage mit vier Luxus-Suiten. 1994 erfolgte eine weitere Renovierung der Gästezimmer, des Erdgeschosses und des Empfangsbereiches,  der Lobby, dem Bankettsaal, Wintergarten und dem Business Center.  Die Bar- und Boutiquen-Zeilen wurden ebenso neu strukturiert.

 

 

 


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Tradition verpflichtet, Zukunft lebt...

Die Umbenennung in Hotel Bristol Berlin haben wir im Dezember 2017 mit dem Abschluss der Lobby-Renovierung und Einweihung des Bristol Cafés gefeiert. Wir sehen unsere Zukunft als individuelles Hotel auf höchstem Serviceniveau und fühlen uns sehr mit unseren Wurzeln verwunden.

Als Unternehmen mit langjähriger Erfahrung wissen wir, dass in unserem Gewerbe etwas noch wichtiger ist als aller Komfort und alle Technik: Die innere Einstellung, mit der alle Angestellten des Hauses, angefangen vom Direktor bis zum jüngsten Lehrling, an ihre Arbeit gehen. Rund um die Uhr heißt es: Dienst am Gast. 

 

 

 

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